Jährlich sterben mehr als 35 Millionen Menschen an chronisch degenerativen Krankheiten, wie Herzkrankheiten, Krebs und Diabetes. Tendenz steigend! Doch warum ist das so? Ist die Beantwortung solcher Fragen wirklich so komplex und schwierig? Sollten wir solche beängstigenden Statistiken einfach hinnehmen oder endlich anfangen darüber nach zu denken?
Vor kurzem hörte ich in einer Dokumentation ein Kommentar von einer Pionierin der holistischen Ernährung, Charlotte Gerson, die behauptete, dass sich fast alle chronisch degenerativen Krankheiten (Herz, Krebs, Diabetes etc.) auf zwei Ursachen zurückführen lassen: Nährstoffmangel und Toxizität. Ich könnte diesem Kommentar nicht mehr zustimmen. Warum das so ist, erkläre ich euch in diesem Blog Post:
1. Nährstoffmangel
Seit Jahrzehnten beobachten Ernährungswissenschaftler zunehmend falsche, und schon fast paradoxe, Essverhalten sowie ein generelles Missverständnis des Themas Ernährung. Wir essen nicht mehr um unseren Körper mit Nährstoffe zu versorgen, sondern lediglich um das befriedigende Gefühl des „Sattseins“ zu erlangen. „Satt sein“ – das heißt heute, dass der Magen so sehr gefüllt ist, dass er dem Körper mitteilt, dass momentan nichts mehr rein passt. Doch ob er damit den Körper mit dem versorgt hat, was er verlangt ist eine ganz andere Frage. Ist der vom Körper erwünschte Nährstoff, z.B. Kalium, nicht ausreichend oder überhaupt nicht in der gerade zugenommenen Nahrung anwesend gewesen, so wird sich das Gehirn nach kurzer Zeit, und zwar wenn die Nahrung weiter im Verdauungstrakt gerutscht, ist und wieder Platz im Magen ist, erneut mit einem Hungergefühl melden in der Hoffnung diesmal das gewünschte Kalium zu erhalten. Ein Snack wird gegessen. Enthält dieser Snack wieder kein Kalium, spielt sich das Theater wieder von vorn ab und so weiter und so weiter. Auf lange Sicht essen wir uns buchstäblich „hungrig“ und wenn wir nicht aufpassen können die Nährstoffmängel, die in unserem Körper entstehen, üble Folgen haben.
Doch wie kann es sein, dass gerade in der westlichen Welt, in der die Menschen täglich von einem von einem wachsenden Angebot an verschiedenen Speisen überschwemmt werden, solche aus Mangelerscheinungen verursachten Krankheiten immer häufiger werden? Die Antwort liegt in der Qualität unserer Nahrung! Die explodierende Nachfrage nach neuen Geschmackserlebnissen und die wachsende Konkurrenz unter den Herstellern, die bereits erkannt haben, dass es hierbei schon lange nicht mehr um die Versorgung von Nährstoffen geht, führt zu einer immer größeren Versuchung, uns mit geschmacklich aufregenden, doch, aus der Sicht der Ernährungswissenschaft, wertlosen Produkte „abzuspeisen“. Und so kommt es, dass der Großteil unter uns seit Jahren unter unerkannten chronischen Nährstoffdefiziten, wie Eisenmangel, Calcium-Mangel, Magnesium-Mangel und so weiter, leidet, dessen Konsequenz sich erst viele Jahre später zeigen wird.
2. Toxizität
Das zweite Problem, Toxizität, oder drastischer ausgedrückt als Vergiftung, ist direkt mit dem ersten Problem verbunden. Um unsere Lebensmittel (von denen viele nicht einmal mehr diese Bezeichnung verdient haben) schmackhaft zu machen, haben sich die Hersteller in den letzten Jahren eine Menge Tricks einfallen lassen. Während es bis zur Hälfte des 20. Jahrhunderts keine künstlichen Zusatzstoffe gab, helfen ihnen heute Aspartam, Glutamat und ein Haufen dem Normalverbraucher unbekannter chemischer Verbindungen (oftmals mit einem dubiosen „E“ ausgewiesen) unsere Lebensmittel perfekt auf unsere Geschmacksnerven abzustimmen und das Verlangen der Konsumenten nach diesen Produkten zu stärken. Leider sind viele dieser künstlichen Zusatzstoffe in bestimmten Mengen hoch giftig. Die Zunahme über viele Jahr hinweg macht daher nicht nur süchtig, sondern auch ernsthaft krank.
Das problematische hierbei ist, dass die Veröffentlichung solcher Informationen sehr unterdrückt wird und man nur mit einem gewissen Aufwand davon erfährt. Da selbst die Schulmediziner in ihrer Ausbildung kaum noch etwas über Ernährung lernen, werden viele chronisch degenerativen Krankheiten als typische „Alterskrankheiten“ abgestempelt, mit denen man einfach „leben muss“ und mit man hätte rechnen können, wenn man „alt“ wird. Wenn man sich allerdings mehr mit dem Thema befasst, stellt man schnell fest, dass die meisten solcher Krankheiten mit einer bewussteren und nährstoffreicheren Ernährung vermieden, oder zumindest länger herausgezogen werden, können.
Weitere Details zu diesem Thema werde ich in den kommenden Blog Posts diskutieren. Ich danke euch für’s Lesen und freue mich, wie immer, auf diskussionsanregende Kommentare ;-)


